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Biographie Max Lässer

Geboren 1950, seit 1972 freischaffender Musiker. Die ersten Jahre vor allem in der Folkszene zuhause, folgte die Zusammenarbeit mit den Liedermachern Toni Vescoli und Walter Lietha. Weitere Stationen waren Hardy Hepps «Hand in Hand»-Band und der Liedermacher Werner Widmer, mit dem er unter dem Titel «Bluesmax» in über 300 Konzerten ein komödiantisch-musikalisches Feuerwerk zündete. Mitte der 80er Jahre gehörte Max Lässer zu Andreas Vollenweider & Friends, mit welchen er in Europa und USA tourte und bei Plattenaufnahmen mitwirkte. Max Lässer machte sich einen Namen als einfühlsamer Studio- und Livegitarrist, z.B. bei Stephan Eichers «Engelberg»-Produktion, aber auch als Produzent von Jellyfish Kiss, Les Reines Prochaines u.a. sowie als Komponist von Film-Musik. So schuf er mit Christoph Stiefel die Musik zu einer Dokumentation über den Zürcher Kreis 5, den Doku-Soaps «Kinderspital», «Airline» und zu diversen Kindertrickfilmen.

Nach Max Lässers erstem Album «Songs» (1976) im Folk-Rock Stil folgten 1979 und 1981 zwei Alben mit alten Schweizer Tänzen - eine Aufarbeitung des Schweizer Kulturgutes. Über all die Jahre reifte ein eigener Stil, eine stimmungsvolle Klangsprache, feinfühlig und kraftvoll zugleich. Seit 1985 veröffentlichte er unter dem Titel Max Lässer's Ark die Instrumentalalben «Into The Rainbow», «Earthwalk» (erreichte 1987 die vordersten Ränge der amerikanischen Jazz-Charts), «Timejump» und «A Different Kind Of Blue».

Veränderungen in seinem persönlichen Umfeld wirkten sich ab 1993 auf Max Lässers Musik aus. «Es brach eine Seite von mir durch, die ich vorher ganz bewusst ausgeklammert hatte. Heute muss nicht mehr alles so harmonisch sein. Ich ecke viel mehr an, konfrontiere mich mehr. Versuche das Unmittelbare einzufangen, einfachere Strukturen und Melodien, spontaneres, rauheres Musizieren.»

In den letzten Jahren war Max Lässer live mit der Corin Curschellas Band, im Duo mit Andrea Caprez (Jellyfish Kiss) und als Gast an Konzerten von Patent Ochsner zu hören. Als Studiomusiker spielte er auf so unterschiedlichen Platten wie jenen der New-Age-Formation Back To Earth oder der Hard-Rock-Band Gotthard mit.

Im Winter 1995 unternahm Max Lässer auf Einladung des englischen Labels M.E.L.T. 2000 eine Reise nach Südafrika. Die südafrikanische Musik berührte und bewegte Max Lässer, sie öffnete ihm neue musikalische Horizonte. Die Begegnungen mit den Sängerinnen Lungiswa Plaatjies und Busi Mhlongo, dem Multiinstrumentalisten Pops Mohamed und anderen MusikerInnen übten hörbar grossen Einfluss auf seine CD «Between» (1996) aus. Live wurde die CD mit 13 Musiker/innen und Büne Huber unter dem Namen "No nations" aufgeführt.

Vertieft wird der Austausch im Bandprojekt «Madamax» mit dem Gitarristen, Sänger und Komponisten Madala Kunene (aus Durban), der Sängerin, Perkussionistin und Tänzerin Lungiswa Plaatjies (aus Cape Town) und mit Christoph Stiefel (Andreas Vollenweider, u.v.a.) an den Keyboards.

Parallel zu «Madamax» beginnt Max Lässer mit Hank Shizzoe zu musizieren, im Januar 1998 eine Erste, 1999 und 2000 weitere Duo-Tourneen.

2001 erscheint das Album „ÜBERLAND“, eine Auseinandersetzung mit unserer eigenen „Weltmusik“, der Musik des Alpenraumes und knüpft an Lässers Bearbeitungen alter Schweizer Tänze vor über 25 Jahren an. Der Song „Weisch wini meine“ zeigt eine weitere Zusammenarbeit mit Büne Huber. Alpenmusik, sagt Lässer, ist eng und weit, knorzig und luftig, ganz wie die Landschaft, in der sie entsteht. 2002 wird das 11-köpfige Überlandorchester anlässlich der Expo 02 gegründet, mit dem 2003 eine grosse Schweizer Tournee stattfindet. Eine DVD dokumentiert dieses einmalige Ereignis. Ebenfalls findet ein erster Kontakt zu Hubert von Goisern statt, der mit seiner Band und dem Überlandorchester einen Alpinmusikabend in Biel gestaltet.

Im folgenden Jahr wird Lässer zu CD Aufnahmen von Goisern’s TRAD II eingeladen, denen 2004 eine 100-Konzerte Tournee in Europa und Afrika folgt, welche noch diesen Herbst mit einer Live-CD sowie DVD dokumentiert wird.

2003 gestaltet Lässer zusammen mit Mich Gerber und Linard Bardill das CD-Projekt „Labyrinth“, dem rund 80 Konzerte folgen.

In November 04 finden die Aufnahmen zu MADAMAX 2 statt, welche nun auf der CD „BAFO“ erscheinen. Eine Tournee im Herbst 05 bringt erstmals die Band als Sextett auf die Bühne.

 

Aus der Diskographie

1985 Max Lässer's Ark Into the rainbow (AF 85-01)
1987 Max Lässer's Ark Earthwalk (AF 87-10)
1990 Max Lässer's Ark Timejump (Sona Gaja CD 168)
1990 mit Werner Widmer MAX Blues Comics (Zyt 4061)
1992 Max Lässer's Ark A different kind of blue (Impact CD 892-51)
1996 Max Lässer little ark Between (Impact CD 896-51)
1998 Madamax (Impact CD 898-51)
2000 Max Lässer's Ark Magic hour (collection Phonag P 81 168)
2001 Max Lässer Überland (Phonag P 81203)
2003 Bardill/Gerber/Lässer Labyrinth (Sound Service 190503-2)
2003 mit Hubert von Goisern Trad II (BMG)
2004 M.L. & das Überlandorch. In Concert, DVD (Phonag 0070003)
2005 M.L.’s Madamax BAFO (Phonag 0081301)